Ehrentag für langjährige Mitglieder der Feuerwehr Erwitte

Erwitte/Böckum. Ein besonderer Anlass stand im Gemeindehaus Böckum am 22. August im Mittelpunkt: Die Ehrenabteilung der Feuerwehr Erwitte hatte sich versammelt, um langjährige Kameraden für ihren jahrzehntelangen Dienst und ihr Engagement zu ehren. Zwei Feuerwehrmänner können dabei auf 60 Jahre Mitgliedschaft zurückblicken, zwei weitere sogar auf 70 Jahre.

Die Moderation des Ehrentages übernahm Stadtbrandinspektor Ronny Placzek. In seiner Begrüßung hob er die besondere Bedeutung der Ehrenabteilung für die Feuerwehr hervor. Sie stelle das Fundament der Feuerwehr dar. Gleichzeitig machte Placzek deutlich, dass das Ehrenamt weit mehr als ein Hobby sei. Die Feuerwehr übernehme einen tragenden Arm im Schutz der Bevölkerung.

Dabei habe sich das Einsatzspektrum der Feuerwehr in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gewandelt. Das Löschen von Bränden sei zwar nach wie vor ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit, gleichzeitig gewinne der Katastrophenschutz zunehmend an Bedeutung. Wie wichtig dieser Bereich inzwischen sei, habe zuletzt auch die Lage bei den Waldbränden im Kreis Soest gezeigt.

Auch Leiter der Feuerwehr Stephan Köchling gab den Anwesenden einen Einblick in aktuelle Entwicklungen und die Zukunft der Feuerwehr Erwitte. Im vergangenen Jahr konnten zwei neue Fahrzeuge beschafft werden. Die Löschgruppe Böckum-Norddorf verfügt nun über ein Mannschaftstransportfahrzeug, während beim Löschzug Erwitte ein Telelader der Firma Schäffer stationiert ist.

Auch für die kommenden Jahre gibt es bereits konkrete Planungen. Ende 2029 sollen drei neue, baugleiche Löschfahrzeuge eintreffen. Diese sind für die Löschgruppen Schallern und Völlinghausen sowie den Löschzug Erwitte vorgesehen.

Erfreuliches konnte Köchling zudem aus dem Bereich der Ausbildung berichten: Im September startet gemeinsam mit der Feuerwehr Geseke ein neuer Grundlehrgang. Für die Feuerwehr Erwitte sind zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeldet.

m Zuge der Ehrungen wurden Bilder der Kameraden gezeigt und aus den jeweiligen Einheiten einige Anekdoten zu den Geehrten erzählt. Dabei ging es um vergangene Einsätze, Arbeiten an den Gerätehäusern und auch um den einen oder anderen Besuch bei Leistungswettkämpfen vergangener Tage. So wurde deutlich, dass sich hinter den langen Mitgliedschaftszeiten nicht nur Zahlen, sondern zahlreiche gemeinsame Erlebnisse und Erinnerungen aus Jahrzehnten Feuerwehrdienst verbergen.

Dass die vier Geehrten dabei stellvertretend für eine ganze Generation von Feuerwehrleuten stehen, wurde auch in den Worten der Redner deutlich. Über den gesamten Tag hinweg sprachen sie den Kameraden der Ehrenabteilung ihren Dank und ihre Anerkennung für deren jahrzehntelanges Engagement aus.